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Rheumatology 41: 809-814, 2002
Diagnostic tests for rheumatoid arthritis: comparison of anti-cyclic citrullinated peptide antibodies, anti-keratin antibodies and IgM rheumatoid factors
Diagnostische Tests für die Rheumatoide
Arthritis: Ein Vergleich von anti-zyklisch-citrullinierten Peptidantikörper, Antikeratin-Antikörper und IgM-Rheumafaktoren
S. Bas, T.V. Perneger, M. Seitz et al.
Zusammenfassung
Ziel der Arbeit war den Wert von anti-zyklisch-citrullinierten Peptidantikörpern (antiCCP), Antikeratin-Antikörpern (AKA) und IgM-Rheumafaktoren (IgM RF) in der Unterscheidung zwischen der rheumatoiden Arthritis (RA) und anderen rheumatologischen Erkrankungen festzustellen, und zu bestimmen, ob die klinischen Manifestationen oder der Schweregrad der Erosionen der RA mit antiCCP-Positivität assoz-iert sind.
Methoden: In einer Querschnittsstudie wurden die Konzentrationen oder Titerstufen dieser drei Marker bei 179 RA-Patienten und 50 Kontrollen bestimmt. Erosionen wurden mit dem Larsen-Score bei 129 Patienten quantifiziert.
Ergebnisse: Die Sensitivität war für IgM RF am höchsten (75%), gefolgt von anti-CCP-Antikörpern (68%) und AKA (46%). Die Spezifität war am höchsten für antiCCP-Antikörper (96%), gefolgt von AKA (94%) und IgM RF (74%). Eine Korrelation mitklinischen Manifestationen und dem Schweregrad der Erosionen wurde vornehmlich für die IgM RF-Positivität beobachtet. Schlussfolgerung: Mit ihrer sehr guten Spezifität kann es nützlich sein die anti-CCP-Antikörper in die Diagnostik der RA einzuführen, aber der IgM RF ist ein besserer prognostischer Marker für die Schwere der Erkrankung.
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Kommentar Die Sensitivität der Anti-CCP-AK wird in der bisherigen Literatur zwischen 41 und 68% beschrieben. Signifikante Assoziation zum HLA DRB1 gibt es vor allem für die AKA, schwächer für anti-CCP-AK. Die Korrelation zu klinischen Manifestationen ist beim IgM-RF am besten. Unter Berücksichtigung dieser Tatsachen kann der neue Laborparameter anti-CCPAK wenig als prognostischer Marker für die Verlaufsform der RA eingesetzt werden, was wichtig für die Entscheidung ist, welcher Therapie ein Patient zugeführt werden soll. Durch seine hohe Spezitivität mag er für die Diagnosestellung der RA nützlich sein, wenn alle anderen Diagnosemöglichkeiten keinen eindeutigen Befund ergeben. Da es aber bisher nur wenige käufliche Testkit auf dem Markt gibt, sind diese noch sehr teuer. Außerdem stehen nur Elisas zur Verfügung, d.h. diese lohnen sich nur, wenn viele Anforderungen vorhanden sind, ansonsten verteuert es die Untersuchung oder es ergeben sich lange Bearbeitungszeiten. Zusammenfassend kann man sagen, dass es derzeit wohl nur in speziellen rheumatologischen Laboratorien Sinn macht diese Untersuchung routinemässig einzuführen. S. Koch, Immunologisches Labor |
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